Supportnet Computer
Planet of Tech

Supportnet / Forum / Mainboard/CPU/RAM

Läuft ein PC ohne Gehäuse?





Frage

Nach massiven Problemen in Windows XP und 2K gehen wir von einem Hardwarefehler aus. Wir haben den PC inzwischen völlig zerlegt und wechseln einzeln die Teile aus. Leider stellt sich kein Erfolg ein. Es ist nicht mal mehr möglich, irgendeine Windows-Version zu installieren. Die Installaton bricht nach kurzer Zeit mit einem Bluescreen ab. Es sind bekannte Fehlermeldungen, die aber varriieren: KMODE_..., DRIVER_NOT_... etc. Die Platte ist formatiert, wir fangen bei Null an. Kann es daran liegen, das alle PC-Teile einzeln auf dem Tisch liegen, korrekt miteinander verbunden sind, aber sie sich nicht in einem Gehäuse befinden? Alle Teile sind nutzbar: Grafikkarte, CDROM, FLOPPY, etc. Gruß. V.

Antwort 1 von zero_-_-cool

Hmm, normalerweise, d. h. wenn das Mainboard eine nicht leitfähige Unterlage hat, müsste es schon funktionieren. Selbst wenn dem nicht so wäre, würdet ihr nichteinmal bis zum Bluescreen kommen.

Ich hatte auch einmal ein solches Problem. Bei mir lag es daran, dass ich versehentlich den FSB-Takt geändert hatte. Sprich auf dem Mainboard war ein kleiner blauer Kasten mit 4 kleinen Schaltern. Als ich den wieder richtig eingestellt hatte, lief alles Problemlos.

Antwort 2 von Verrazano

Inzwischen haben wir sogar das Board getauscht. Vorher k7s5a jetzt ein k7vt4a pro.

Wir haben auch verschiedene Festplatten ausprobiert. Die Kabel gewechselt usw.

Den ursprünglichen Prozessor Athlon 2400 haben wir gegen einen Duron 800 ausgewechselt.

Das problem bleibt, eine Windowsinstallation scheint nicht möglich.

V.

Antwort 3 von SevenOffNein

Hallo,

habt ihr schon mal den RAM gecheckt bzw. getauscht oder wenn es mehrere Riegel sind, diese einzeln probiert? Manchmal reicht auch das Umstecken in einen anderen Slot.

Bei Installationsproblemen würde ich immer zuerst auf den Arbeitsspeicher tippen.

Gruß
Seven

Das Feedback ist das Brot des Supportnetlers

Antwort 4 von Gonozal

Hi Verrazano,
solche "Tischrechner" baue ich öfters mal auf, eigentlich funktionieren diese eher unproblematisch da ein Kurzschluss im Gehäuse ausgeschlossen werden kann.
Ihr könntet probieren mal von einer Live-Linux CD zu booten (Knoppix oder Kanotix).
Zweite Möglichkeit wäre von der "Ultimate Boot CD" (findet man im Netz) zu booten, welche alle nötigen Tools integriert hat um Speicher, Platten und all der Gleichen mehr zu testen.

Gruß Gonozal

Antwort 5 von ro+con

Hi Verrazano,

es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn du mal deine Hardware näher beschreiben könntest. Wichtig hierbei ist auch die "Verteilung" der Laufwerke an den IDE-Kanälen.
Neben dem guten Tipp von Seven würde ich als Ferndiagnose noch folgende Dinge näher betrachten:

1. Grundsätzlich muß der PC auch ohne Gehäuse funktionieren. Gut die Idee von Dir diesen "Versuchs-und Diagnose Aufbau zu machen.

2. Um einen Hardwaredefekt zu finden sollte man den PC mit Minimalkomponenten starten und langsam nach und nach die anderen Komponenten "ranhängen".
Hinweis: bereits ein defektes IDE oder Floppykabel, oder auch ein defektes Floppy selbst können den PC extrem instabil werden lassen.

3. Wenn ein RAM defekt ausgeschlossen werden kann (Memtest86 o.a.) dann sollte Sicherheitshalber mal für die Festplatte ein Herstellertool geladen werden. Ist auch die HDD i.O. gehts weiter mit dem Netzteil. Mit 250 Watt reißt man heute nicht mehr viel. Ich habe einen Duron1,2GHz mit einem solchen NT auf einem k7S5A zu laufen gehabt und öfters Abstürze gehabt. Erst seitdem ich ein 350Watt NT drin habe ist Ruhe im Karton.

4. Sind alle LW und Kabel i.O. dann schaut man nach der richtigen Jumperung und einer sinnvollen IDE-Verteilung. Im Zweifelsfall sind die Festplatte und das CDROM-LW getrennt zu stecken. Also, z.B.:

IDE0: HDD1 als Master und ggf. HDD2 als Slave
IDE1: Brenner als Master und DVD-ROM als Slave oder umgekehrt.

Hängt man HDD und CDROMs zusammen an einen IDE-Strang kann das Instabilitäten verursachen. Desweiteren sollte an das Masterlaufwerk immer am Letzten Anschluß des IDE-Kabels angeschlossen werden. Das Slave kommt praktisch in die "Mitte".

5. Grafikkartentreiber sind eine große Möglichkeit für Instabilitäten. Hier sollte zunächst der mit der Karte gelieferte Treiber genommen werden. Grundsätzlich sollten Treiber aller Art nur geuppt werden wenn Software dazu auffordert oder Games das erfordern.
Mit der "Jagd" nach den neuesten Treibern, Biosen ect. zerschießen sich viele ihr System.

6. Ganz wichtig sind die Mutterboardtreiber. Diese garantieren letztlich erst ein reibungsloses funktionieren z.B. der HDDs oder des Sounds.

7. wenn Installationen nicht klappen gibt es wiederum mehrere Fehlermöglichkeiten:
- RAM defekt (siehe Seven)
- Optisches LW defekt oder CDROM beschädigt, verschmutzt ect.
- HDD defekt oder falsches Vorgehen bei einer Neuinstallation. Im Zweifelsfall ein sauberes Format C: machen, neu partitionieren und anschließend das Setup starten. Nur immer wieder drüberinstallieren kann aber muß nicht funktionieren.

So, sicher gibt es noch einige Fehlerquellen mehr wie z.B. ein defektes Mutterboard aber oft sind nur kleine Fehler mit großer Auswirkung schuld das der PC streikt. Natürlich müssen solche Spezifikationen wie FSB usw. stimmen. Wenn man beim K7S5A z.B. die Timings für der RAM zu "straff" einstellt kann der PC auch Ärger machen. Im Zweifelsfall also die BIOS defaults laden und dann noch manuell nachbearbeiten.

gruss r.

Antwort 6 von Linuxnewbie

Antwort 5 von ro+con

2. Um einen Hardwaredefekt zu finden sollte man den PC mit Minimalkomponenten starten und langsam nach und nach die anderen Komponenten "ranhängen".

Sorry aber gilt nicht PnP : Stecken anschalten läuft - egal ob GraKa oder Ram

darum verstehe ich auch 5. nicht Treiber sind doch das sogenannte Update und die Karte läuft doch sowieso.
Oder muss ich mir einbilden das der PCI-bus nur überlebt hat , um durch die Treiberinstallation eine AGP Karte erst lauffahig zu machen - woll kaum, oder sollte ich mich irren
^ ^ ?

Antwort 7 von Verrazano

Danke für die Hilfe.

Der PC läuft wieder. Unsere Vermutung ist es, dass es an den Kabeln und den Steckplätzen für den RAM gelegen hat.

Wir haben erneut das neue Board verwendet, statt des 512er-Riegels 2 256 eingebaut und dann alle Kabel ausgetauscht.

Danach konnten wir win installieren. Das war ein langer Weg.

Gruß.

V.