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Es gibt nichts zu verschenken

Auch wenn es viele Menschen gibt, die Ihnen Gutes tun wollen, so steckt doch meist eine Absicht dahinter. Das Supportnet-Team klärt Sie in diesem Artikel darüber auf, wie Sie die Überschrift „Es gibt nichts zu verschenken“ mit den Themen Datenschutz und Gewinnspiele in Verbindung bringen können. 

Einleitung

Es gab eine Zeit, wo jeder sehr sparsam mit seinen Daten im Internet umgegangen ist. In Zeiten von Social Media scheint dieser Grundsatz schon längst keine Bedeutung mehr zu haben. Internetnutzer geben gern Ihre Daten überall preis, was aber immer mehr zu Problemen führen kann. Aufgrund der Angst vor dem „gläsernen Menschen“ denken die Nutzer nun wieder etwas mehr nach, was sie wo mit ihren Daten machen und ob es sich wirklich lohnt, an jedem Gewinnspiel teilzunehmen.

Es gibt nichts zu verschenken

01-Es-gibt-nichts-zu_-verschenken-geschenktes-auto-200.jpg?nocache=1323166048144Sicherlich kennen Sie die Gewinnspiele, bei denen man einen Zettel in ein Auto werfen muss, um dieses zu gewinnen. Damit im Falle einer Ziehung der Veranstalter auch genau weiß, an wen das Auto gehen soll, müssen Sie Ihre persönlichen Daten hinterlegen. So ein Gewinnspiel ist natürlich eine sehr uneigennützige und großzügige Sache vom Veranstalter. Ohne, dass Sie etwas Besonderes machen müssen, bekommen Sie eventuell ein Auto geschenkt.

Aber halt, ganz so uneigennützig ist dies gar nicht. Überlegen Sie doch einmal, was Sie auf diesem Gewinnspiel-Zettel alles hinterlassen haben? Natürlich haben Sie Ihren Namen hinterlassen, meistens Vor- und Zunamen. Damit der Anbieter weiß, wo das Auto hingeht, haben Sie natürlich auch noch Ihre komplette Adresse aufgeschrieben. Oft wird auf solch einem Zettel auch gefragt, ob Sie im Falle eines Gewinnes lieber das Auto haben möchten oder einen gewissen Betrag X. Um Ihnen das Gewinnen nicht all zu leicht zu machen, wird auch noch eine Frage gestellt. Bei dieser Frage können Sie beispielsweise auswählen, welches Waschpulver Ihnen besser gefällt. Waschpulver A oder Waschpulver B.

[imgr=02-Es-gibt-nichts-zu_-verschenken-symbol-halt-470.jpg]02-Es-gibt-nichts-zu_-verschenken-symbol-halt-200.jpg?nocache=1323166086105[/imgr]Nun greifen wir wieder die Überschrift dieses Artikels auf: „Es gibt nichts zu verschenken“. Ihnen muss nun klar sein, dass der Anbieter Ihre Daten, wie etwa Ihren Namen, daraus resultierend Ihr Geschlecht, Ihre Anschrift und Ihre Vorlieben (Entweder Geld oder Auto bzw. Waschpulver A oder Waschpulver B) hat. Er hat somit nun ein kleines Profil über Sie, was er entweder für eigene Zwecke nutzen kann oder er verkauft dieses Profil. Im Kleingedruckten steht meist auch noch, das Sie sich mit der Teilnahme am Gewinnspiel verpflichten, Ihre Daten freizugeben, auch für Dritte. Im Endeffekt werden Sie das Auto wahrscheinlich eh nicht gewinnen, bekommen aber jede Menge Werbung von Waschpulverherstellern und Kreditfirmen. Schließlich wollten Sie ja ein Auto haben, mussten aber an einem Gewinnspiel teilnehmen, da Sie kein Geld für ein Auto besitzen. Es gibt also nichts zu verschenken, denken Sie daran, warum sollte ein fremder Mensch oder eine Firma Ihnen einfach so etwas schenken.

Vom realen Leben ins Virtuelle

03-Es-gibt-nichts-zu_-verschenken-geld-internet-200.jpg?nocache=1323166133096Mit diesem Artikel will das Supportnet Sie darauf aufmerksam machen, dass es eine solche Datensammlung auch im Internet gibt. Es ist natürlich sehr verlockend, ein Gewinnspiel zu sehen, bei dem Sie nur Ihre Daten eintragen brauchen und schon haben Sie die Chance auf ein neues iPhone. Solche Gewinnspiele im Internet sind aber meist noch trickreicher und bieten Ihnen weniger Gewinn. Wo im realen Leben ein Auto herhalten muss, reicht im virtuellen Leben schon ein iPad. Die Schwelle muss hier also viel geringer sein. Bei solchen Gewinnspielen werden Sie auch nicht selten nach Ihrer Handynummer gefragt, was also noch einen Schritt weiter geht. Vielleicht sind Ihnen kleine Spiele am Bildschirmrand schon aufgefallen. Bei diesen Spielen müssen Sie beispielsweise fünf Enten mit einem Gewehr abschießen oder ein paar Punkte beim Dart werfen. Haben Sie dies geschafft, was meist sehr einfach ist, werden Sie zu einer solchen Seite weitergeleitet. Auch hier gilt die Frage: Warum sollte solch ein Spiel am Bildschirmrand umsonst sein und Sie vom eigentlichen Inhalt der Webseite ablenken?

Fazit

Das Supportnet-Team hofft, Ihnen etwas die Augen geöffnet zu haben. Selbstverständlich können Sie an all diesen Gewinnspielen teilnehmen und Ihr Glück versuchen. Sie müssen aber damit rechnen, dass Sie ständig Werbung per Post oder per Telefon erhalten. Darüber hinaus müssen Sie sich auch im Klaren sein, dass es im Internet bzw. bei Firmen bereits eindeutige Profile mit detaillierten Daten von Ihnen gibt. Der erste Schritt zu einem gläsernen Menschen ist also mit der freiwilligen Datenweitergabe für ein iPhone gemacht.

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Von |2018-07-25T14:00:04+00:00Dezember 6th, 2011|Kategorien: Security/Viren|0 Kommentare

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