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in HW-Sonstiges von spog Mitglied (289 Punkte)

Hallo liebe Helfer,
ich selbst soll wieder mal helfen, komme aber auch nicht weiter:
Laptop HP 250 G7 bootet nicht mehr: Registry Error 0x51
Meine Feststellungen mit Onboard-Diagnosetools: SSD-Error; Motherboard, RAM, Prozessor:  alles OK
Chkdsk/F und sfc/scannow konnten den Fehler nicht beheben.
Eigentlich ist die Sache nun ganz einfach: Neue SSD, System aufspielen - fertig!
Aber: Auf der SSD sind viele Daten, die der Verwender gern gerettet haben will! => 
Mit einem Linux-Live-Stick habe ich folgende Information gewonnen: Die defekte SSD (M.2) hat mehrere Partitionen, von denen eine FAT32- und eine EXT4-Partition als fehlerhaft erkannt wird. Die von mir vermutete NTFS-Partition mit den zu rettenden Daten (905 GB!) weist in dem Linux-Tool keine Fehler auf, lässt sich aber dennoch nicht einhängen (auch nicht im dortigen "Dateimanager"sad).
Ich habe noch etwas Hoffnung, die Daten zu retten, weiß nur nicht wie und bitte um eure Hilfe!
Vielen Dank im Voraus!

SpoG

30 Antworten

+1 Punkt
von

Hallo SpoG,

das klingt tatsächlich nach einem typischen „Windows ist kaputt, Daten aber vielleicht noch rettbar“-Fall — und die Chancen stehen gar nicht schlecht, solange die eigentliche NTFS-Datenpartition noch lesbar ist.

Der Registry Error 0x51 bedeutet meist:

  • beschädigte Registry-Hives

  • Dateisystem-/SSD-Fehler

  • sterbende SSD mit Lesefehlern

Dass:

  • RAM/Board/CPU OK sind

  • die große NTFS-Partition laut Linux nicht als fehlerhaft erscheint

  • aber trotzdem nicht mountbar ist

…spricht oft dafür, dass entweder:

  • die NTFS-Metadaten beschädigt sind

  • die Partition „dirty“/inkonsistent ist

  • oder die SSD bereits physische Lesefehler entwickelt.

Wichtig:
Jetzt möglichst nichts mehr auf die SSD schreiben.
Kein chkdsk mehr auf der Originalplatte.
Kein Windows-Reparaturversuch mehr.
Jeder Schreibzugriff kann die Lage verschlimmern.

Mein Vorgehen wäre jetzt ganz klar dieses:


1. Zuerst Zustand der SSD prüfen

Unter Linux im Terminal:

sudo smartctl -a /dev/nvme0n1

Falls smartctl fehlt:

sudo apt install smartmontools

Wichtig sind:

  • Media Errors

  • Critical Warning

  • Percentage Used

  • Unsafe Shutdowns

  • Read Errors

Wenn dort viele Fehler stehen:
SOFORT klonen, bevor weiterprobiert wird.


2. KEIN direktes Arbeiten auf der SSD

Stattdessen:
1:1-Image erstellen.

Das ist der wichtigste Schritt überhaupt.

Ideal:

  • große externe HDD/SSD anschließen

  • mindestens so groß wie die defekte SSD

Dann:

sudo ddrescue -f -n /dev/nvme0n1 rescue.img rescue.log

Falls Lesefehler:
später nochmal:

sudo ddrescue -d -r3 /dev/nvme0n1 rescue.img rescue.log

Warum ddrescue?
Weil normale Kopierprogramme bei sterbenden SSDs oft abbrechen.

Das Log erlaubt späteres Fortsetzen.


3. Erst DANACH Datenrettung auf dem Image versuchen

NICHT auf dem Original.

Image einbinden:

sudo losetup -Pf rescue.img

Dann prüfen:

lsblk

Dort erscheinen dann Partitionen wie:

/dev/loop0p1
/dev/loop0p2
...

4. NTFS reparieren (nur auf dem Image!)

Sehr oft reicht schon:

sudo ntfsfix /dev/loop0pX

(X = große NTFS-Partition)

Danach mounten:

sudo mkdir /mnt/rettung
sudo mount -t ntfs-3g /dev/loop0pX /mnt/rettung

Wenn das klappt:
SOFORT Daten kopieren.


5. Falls NTFS weiter nicht mountet

Dann TestDisk einsetzen.

Das ist vermutlich dein bester Freund in diesem Fall.

Unter Linux:

sudo apt install testdisk
sudo testdisk

TestDisk kann:

  • Partitionstabellen reparieren

  • NTFS-Bootsektoren reparieren

  • Dateien direkt kopieren

  • MFT reparieren

Gerade bei:
„Partition sichtbar aber nicht mountbar“
ist TestDisk oft extrem erfolgreich.


6. Wenn TestDisk scheitert → PhotoRec

Gehört zu TestDisk.

Das rettet Dateien roh:

  • Bilder

  • PDFs

  • Office-Dateien

  • ZIPs usw.

Nachteil:

  • keine Ordnerstruktur

  • Dateinamen oft weg

Aber besser als Datenverlust.


7. EXT4/FAT32-Fehler sind vermutlich Nebenkriegsschauplätze

Die FAT32-Partition ist wahrscheinlich:

  • EFI-Systempartition

EXT4 könnte sein:

  • Linux-Überbleibsel

  • HP-Diagnose

  • Recovery-Umgebung

Die wichtige Sache ist die große NTFS-Partition.

Dass Linux dort „keine Fehler“ meldet, ist ein gutes Zeichen.


8. Ein typischer versteckter Fall bei Windows-SSDs

Windows-Hibernation/Fast Startup.

Dann mountet Linux NTFS manchmal nicht.

Teste:

sudo ntfsfix /dev/nvme0n1pX

oder:

sudo mount -t ntfs-3g -o remove_hiberfile /dev/nvme0n1pX /mnt/rettung

ACHTUNG:
remove_hiberfile entfernt den Windows-Ruhezustand.
Normalerweise OK, aber nur machen, wenn Windows ohnehin nicht mehr startet.


9. Wenn die SSD hardwareseitig stirbt

Typische Symptome:

  • Mount hängt endlos

  • I/O Errors im dmesg

  • Linux friert beim Zugriff ein

  • SMART zeigt Media Errors

Dann:
nicht weiter herumprobieren.
Sofort ddrescue-Image ziehen.


10. Meine Einschätzung

Die Chancen stehen ehrlich gesagt noch recht ordentlich, weil:

  • große NTFS-Partition erkannt wird

  • kein kompletter Totalausfall

  • SSD noch ansprechbar

  • Diagnose nur SSD-Fehler meldet

Das riecht eher nach:

  • beschädigtem NTFS

  • kaputter MFT

  • Registry-/Windows-Schaden

…und nicht zwingend nach komplett toter NAND-Hardware.

 

0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)

Hallo Anonym!

Das klingt ja richtig hoffnungsvoll, und ich hoffe, deine klasse Anleitung so bald wie mir möglich ist, abzuarbeiten. Auch deine Didaktik trifft gut mein Niveau, sodass ich auf die Antwort meiner Frage nicht mit 10 neuen Fragen dastehe.

Neugierig bin ich, ob denn ddrescue die Datenpartition schnallen wird. Zuvor muss ich auch noch eine hinreichend große Platte zum Sichern herschaffen.

Ich melde mich, sobald ich berichten kann, ggf. um dann eventuell doch noch nachfragen zu müssen. Bis dahin verbleibe ich erst mal mit einem dicken Dankeschön!

SpoG

0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)
Bearbeitet von spog

Hallo,
nun habe ich eine externe HDD (3TB) besorgt.

sudo smartctl -a /dev/nvme0n1

hat insbesondere ergeben:
Media and Data Integrity Errors: 0
Critical Warning: 0x08
(? - kann ich nicht interpretieren)
Percentage Used: 1%
Unsafe Shutdowns: 97
Read Errors: Den Eintrag habe ich nicht gefunden.

Daraufhin habe ich versucht, gemäß Anleitung oben das Image zu erstellen.
Die Ausführung von

sudo ddrescue -f -n /dev/nvme0n1 rescue.img rescue.log

ergibt einen Schreibfehler, weil nicht genug Platz auf dem Live-System ist. Die Image-Ziel-HDD hat im Linux-System die Bezeichnung sdb. Somit habe ich den Befehl wie folgt angepasst:

sudo ddrescue -f -n /dev/nvme0n1 /dev/sdb/rescue.img rescue.log

Antwort: "Can't open output file: No such file or directory".

Statt sdb habe ich auch sdb1 versucht. Gleiches Resultat. Wie krieg ich die externe HDD in dem Befehl adressiert?

Ich benötige also weitere Hilfe.
Danke im Voraus, Gruß SpoG

+1 Punkt
von

Der Fehler liegt einfach an der Pfadangabe.
/dev/sdb ist das komplette Blockgerät der externen HDD — kein Verzeichnis.
Darauf kann ddrescue keine Datei rescue.img anlegen.

Du musst zuerst die externe HDD mounten und dann einen normalen Dateipfad verwenden.

So gehst du jetzt korrekt vor:


1. Prüfen, wie die externe HDD eingebunden ist

Im Terminal:

lsblk -f

Wichtig ist die Ausgabe bei sdb1.

Beispiel:

sdb
└─sdb1 ntfs  BACKUP  1234-5678  /media/ubuntu/BACKUP

ODER:

/media/ubuntu/MeinePlatte

Dieser Mountpunkt ist entscheidend.


2. Falls die Platte NICHT gemountet ist

Dann:

sudo mkdir -p /mnt/backup
sudo mount /dev/sdb1 /mnt/backup

Danach prüfen:

df -h

Dort sollte die 3TB-Platte auftauchen.


3. Jetzt ddrescue richtig starten

Beispiel:

sudo ddrescue -f -n /dev/nvme0n1 /mnt/backup/rescue.img /mnt/backup/rescue.log

ODER falls automatisch gemountet:

sudo ddrescue -f -n /dev/nvme0n1 /media/ubuntu/BACKUP/rescue.img /media/ubuntu/BACKUP/rescue.log

Ganz wichtig:

  • Ziel ist eine DATEI

  • nicht /dev/sdb

  • nicht /dev/sdb1


4. Warum das wichtig ist

Du willst:

defekte SSD  →  Image-Datei auf externer HDD

NICHT:

defekte SSD  → direkt auf komplette HDD schreiben

Denn sonst würdest du die externe Platte selbst überschreiben.


5. Zu den SMART-Werten

Die sind überraschend gut.

Besonders wichtig:

  • Media and Data Integrity Errors: 0

  • Percentage Used: 1%

Das spricht gegen einen schweren NAND-Defekt.

ABER:

Critical Warning: 0x08

ist interessant.

Bei NVMe bedeutet Bit 0x08 typischerweise:

„NVM subsystem reliability degraded“

Also:
Die SSD meldet selbst Zuverlässigkeitsprobleme.

Das passt sehr gut zu:

  • Registry Error 0x51

  • NTFS nicht mountbar

  • inkonsistente Partitionen

Die SSD stirbt also möglicherweise gerade erst an.

Darum:
JETZT zuerst das Image ziehen.
Nicht weiter mit Reparaturtools herumspielen.


6. Falls ddrescue hängen bleibt

Das wäre typisch.

Dann:

sudo ddrescue -d -f -n /dev/nvme0n1 /mnt/backup/rescue.img /mnt/backup/rescue.log

Direkter Zugriff (-d) hilft oft bei zickigen NVMe-SSDs.


7. Wenn das Image fertig ist

Dann NICHT sofort TestDisk auf die Original-SSD loslassen.

Sondern:

sudo losetup -Pf /mnt/backup/rescue.img
lsblk

Dann sehen wir weiter:

  • welche Partition die 905GB-NTFS ist

  • ob ntfsfix hilft

  • ob TestDisk nötig wird

  • oder ob man direkt Daten kopieren kann


8. Noch ein wichtiger Hinweis

Falls die Live-Linux-Distribution automatisch „Dateien“, „Dokumente“ usw. indiziert oder Vorschauen erzeugt:
abschalten bzw. SSD möglichst nicht mehr im GUI-Dateimanager anklicken.

Bei sterbenden SSDs kann schon wiederholtes Scannen Probleme verschlimmern.

Im Moment ist ddrescue wirklich der richtige nächste Schritt.

0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)
Bearbeitet von spog

Neuer Stand: Nach Suchen im Netz unter ddrescue habe ich im Terminal unter nachfolgender Syntax einen erneuten Versuch gestartet, die der Rechner nach einigen Stunden wie folgt quittiert hat:

mint@mint:~$ sudo ddrescue -f /dev/nvme0n1 /dev/sdb /home/mint/Desktop/log0.log
GNU ddrescue 1.27
Press Ctrl-C to interrupt
     ipos:   61381 MB, non-trimmed:    65536 B,  current rate:       0 B/s
     opos:   61381 MB, non-scraped:        0 B,  average rate:  31073 kB/s
non-tried:  962838 MB,  bad-sector:        0 B,    error rate:       0 B/s
  rescued:   61371 MB,   bad areas:        0,        run time:     32m 54s
pct rescued:    5.99%, read errors:        1,  remaining time:      2h 17m
                              time since last successful read:          0s
Copying non-tried blocks... Pass 1 (forwards)
ddrescue: /dev/nvme0n1: Unaligned read error. Is sector size correct?

Die log-Datei dazu sieht wie folgt aus:

# Mapfile. Created by GNU ddrescue version 1.27
# Command line: ddrescue -f /dev/nvme0n1 /dev/sdb /home/mint/Desktop/log0.log
# Start time:   2026-05-13 20:58:24
# Current time: 2026-05-13 21:31:18
# Copying non-tried blocks... Pass 1 (forwards)
# current_pos  current_status  current_pass
0xE4A9E0000     ?               1
#      pos        size  status
0x00000000  0xE4A000000  +
0xE4A000000  0x00010000  *
0xE4A010000  0xE02DA46000  ?

Auf die externe Sicherungs-HDD (3 TB) kann ich allerdings nun nicht mehr zugreifen. Auch auf einem anderen Rechner wird diese nur akustisch "angemeldet", ohne sichtbar zu sein. Unter "Laufwerke" wird sie als leere Platte dargestellt, die partitioniert werden kann. Ein Partitionierversuch scheitert.

Auch blöd: Nach der ddrescue-Aktion war auch die zu sichernde beschädigte Daten-SSD (nvme0n1) nicht mehr sichtbar. Nach ganz normalem Start des beschädigten Rechners zeigte sich zwar wieder der alte Fehler, danach (!) war aber unter dem Live-Linux-System die zu rettende Platte wieder sichtbar und mit dem Test-Tool auch für "in Ordnung" befunden worden. Sie lässt sich jedoch nach wie vor nicht ansprechen. Der Status ist also wie vorher. Ich hoffe nur, die neue externe 3 TB-HDD wieder in Ordnung zu bringen.

Danke für weitere Hilfe!

SpoG

+1 Punkt
von

Hallo SpoG,

jetzt wird das Gesamtbild deutlich klarer — und man kann den Zustand der SSD inzwischen ziemlich gut einordnen. Ich versuche deshalb nicht nur zu sagen „was tun“, sondern vor allem WARUM bestimmte Dinge passieren und welche Vorgehensweise jetzt die höchste Chance auf Datenrettung bietet.

Vorweg die wichtigste Einschätzung:

Die SSD scheint sehr wahrscheinlich keinen massiven NAND-Totalschaden zu haben.
Die Symptome sprechen vielmehr für eine instabile NVMe-SSD bzw. einen teilweise ausfallenden SSD-Controller mit inkonsistent gewordenem NTFS-Dateisystem.

Das ist ein riesiger Unterschied.

Denn:
Bei echter NAND-Zerstörung sieht man typischerweise:

  • viele Media Errors

  • massenhaft Read Errors

  • schnell ansteigende Bad Areas

  • harte I/O-Abbrüche

  • komplett verschwindende Partitionstabellen

  • extrem langsame Leseraten

  • CRC-/Timeout-Fehler in Serie

Das sehen wir hier bislang NICHT.

Die bisherigen Fakten sind dagegen:

  • SMART-Werte fast unauffällig

  • Media/Data Integrity Errors = 0

  • Percentage Used = 1%

  • nur EIN Read Error bei ddrescue

  • große NTFS-Partition wird erkannt

  • SSD taucht nach Neustart wieder auf

  • Linux erkennt die SSD grundsätzlich sauber

  • ddrescue konnte bereits zig GB lesen

Das ist überraschend positiv.

Allerdings gibt es gleichzeitig deutliche Warnzeichen:

  • Registry Error 0x51

  • NTFS nicht mountbar

  • SSD verschwindet zeitweise

  • Critical Warning 0x08

  • ddrescue stoppt an bestimmter Stelle

  • „unaligned read error“

Das deutet sehr stark auf einen Controller-/Firmware-/Adressierungsfehler hin.

Der entscheidende Punkt:
Die SSD antwortet noch.
Das ist die wichtigste Voraussetzung überhaupt.


WAS GENAU PASSIERT IST

Der Befehl:

sudo ddrescue -f /dev/nvme0n1 /dev/sdb /home/mint/Desktop/log0.log

hat Folgendes getan:

QUELLE:

/dev/nvme0n1

= komplette defekte NVMe-SSD

ZIEL:

/dev/sdb

= komplette externe 3TB-HDD

Das bedeutet:
ddrescue hat sektorweise begonnen, die komplette NVMe direkt auf die komplette externe HDD zu kopieren.

Das ist technisch korrekt.
Aber:

Dadurch wurde die bisherige Partitionsstruktur der externen HDD überschrieben.

Darum wirkt die HDD jetzt:

  • leer

  • unpartitioniert

  • beschädigt

Sie ist aber höchstwahrscheinlich NICHT defekt.

Sie enthält jetzt einfach den Anfang deiner geklonten NVMe.

Das erklärt exakt:

  • warum Linux die Platte nur noch roh sieht

  • warum Partitionieren scheitert

  • warum sie „leer“ wirkt

  • warum sie akustisch erkannt wird

Die 3TB-HDD wurde also nicht zerstört.
Ihre alte Struktur wurde lediglich überschrieben.


WAS DIE DDRESCUE-LOGDATEI AUSSAGT

Das hier ist extrem wichtig:

rescued: 61371 MB
bad areas: 0
read errors: 1

Das bedeutet:

61 GB konnten sauber gelesen werden.

Und:
Es existiert bislang nur EIN problematischer Bereich.

Noch wichtiger:

bad areas: 0

Das heißt:
ddrescue hat bislang keine endgültig unlesbaren Bereiche markiert.

Das ist SEHR gut.


DIE ENTSCHEIDENDE STELLE

Hier:

0xE4A000000  0x00010000  *

Das Sternchen markiert den problematischen Bereich.

Die Größe:

0x00010000

entspricht nur 64 KB.

Das ist winzig.

Das bedeutet:
Bislang existiert offenbar nur ein einzelner problematischer Bereich.

Das passt perfekt zu:

  • beschädigter NTFS-Metadatenblock

  • kaputter Registry-Hive

  • fehlerhafter Controllerzugriff

  • instabiler Flash-Block

NICHT aber zu einer flächig sterbenden SSD.


WAS „UNALIGNED READ ERROR“ BEDEUTET

Das ist hochinteressant.

Der Fehler:

Unaligned read error

bedeutet meistens NICHT:

„SSD komplett kaputt“.

Sondern eher:

  • Controller liefert inkonsistente Sektorgrößen

  • 4K-Alignmentproblem

  • NVMe-Timeout

  • fehlerhafte Mapping-Tabelle

  • Firmwareproblem

  • problematischer Speicherblock

Gerade bei NVMe-SSDs kommt das erstaunlich oft vor.

Besonders wenn:

  • das Dateisystem beschädigt wurde

  • der Controller instabil wird

  • Power-Loss stattfand

  • viele Unsafe Shutdowns existieren

Und du hattest:

Unsafe Shutdowns: 97

Das ist viel.

Dadurch können SSD-interne Mappingtabellen inkonsistent werden.


WICHTIGE INTERPRETATION DES SMART-WERTES 0x08

Das war der entscheidende Hinweis.

Bei NVMe bedeutet:

Critical Warning: 0x08

typischerweise:

„NVM subsystem reliability degraded“

Also:
Die SSD meldet selbst:
„Meine Zuverlässigkeit ist nicht mehr garantiert.“

Das bedeutet aber NICHT automatisch:

„Alle Daten verloren.“

Sondern eher:
„Ich habe interne Probleme.“

Sehr oft:

  • Controller

  • Spannungsversorgung

  • Firmware

  • Flash-Translation-Layer

  • Wear-Leveling-Metadaten


WARUM DIE SSD NACH REBOOT WIEDER DA WAR

Das ist ein extrem typisches Verhalten sterbender oder instabiler NVMe-Controller.

Unter Last:

  • Controller hängt

  • Gerät verschwindet

  • Linux verliert Zugriff

Nach kompletter Stromtrennung:

  • Controller initialisiert sich neu

  • SSD erscheint wieder

Das ist fast schon ein Lehrbuchsymptom.


DAS WICHTIGSTE: JETZT KEINE REPARATUREN

Im Moment sind folgende Dinge VERBOTEN:

  • chkdsk

  • Windows-Repair

  • automatische Linux-Reparaturen

  • formatieren

  • GPT neu schreiben

  • TestDisk-Reparaturen

  • ntfsfix auf Originalplatte

  • Partitionieren der Zielplatte

Warum?

Weil du aktuell noch keine vollständige Rohkopie besitzt.

Jede Reparatur verändert Metadaten.

Und genau diese Metadaten könnten später entscheidend sein.


DIE BESTE STRATEGIE AB JETZT

PHASE 1:
ROHDATEN MAXIMAL RETTEN

Erst DANACH:

PHASE 2:
Dateisystem analysieren

Erst DANACH:

PHASE 3:
NTFS/MFT reparieren


SO GEHST DU JETZT KONKRET WEITER

SCHRITT 1:
System komplett herunterfahren.

Wirklich komplett.
Nicht nur reboot.

Dann:

  • Netzteil ab

  • Akku ggf. entfernen

  • 2–3 Minuten warten

Dadurch resetten sich oft instabile NVMe-Controller.


SCHRITT 2:
Nur mit Linux-Live-System booten.

Nicht mehr Windows starten.

Windows produziert:

  • Schreibzugriffe

  • Journaling

  • Dirty Flags

  • automatische Reparaturversuche

Das wollen wir vermeiden.


SCHRITT 3:
Prüfen ob NVMe wieder sichtbar ist

lsblk

und:

sudo smartctl -a /dev/nvme0n1

Wenn sichtbar:
nicht mounten.
Nicht anklicken.
Nicht im Dateimanager öffnen.


SCHRITT 4:
Prüfen ob die 3TB-HDD sichtbar ist

lsblk

Du solltest sehen:

sdb

OHNE funktionierende Partition.

Das ist aktuell normal.


SCHRITT 5:
DDRESCUE FORTSETZEN

GANZ WICHTIG:
Dieselbe Logdatei verwenden.

Dann:

sudo ddrescue -d -f /dev/nvme0n1 /dev/sdb /home/mint/Desktop/log0.log

Parameter erklärt:

-d
= direkter Gerätezugriff
(umgeht teilweise problematische Caches)

-f
= erlaubt Schreiben auf Zielgerät

log0.log
= ddrescue weiß dadurch exakt, wo es weitermachen muss


WAS DANN PASSIEREN KANN

FALL A:
ddrescue läuft weiter

Perfekt.

Dann einfach laufen lassen.


FALL B:
Er hängt wieder an exakt derselben Stelle

Dann ist dort vermutlich ein instabiler Flashblock.

Das ist noch kein Weltuntergang.

Dann später:

sudo ddrescue -d -r3 /dev/nvme0n1 /dev/sdb /home/mint/Desktop/log0.log

-r3
= maximal 3 Wiederholungen problematischer Bereiche


FALL C:
SSD verschwindet wieder

Dann:

  • herunterfahren

  • stromlos machen

  • neu starten

  • ddrescue erneut fortsetzen

Dank Logdatei verliert man keinen Fortschritt.


WENN DDRESCUE IRGENDWANN FERTIG IST

Dann besitzt du einen sektorweisen Clone der SSD auf der externen HDD.

ERST DANN beginnt die eigentliche Datenrettung.


DANN ERST:
ANALYSE DER GEKLONTEN DATEN

Dann würde man NICHT die Original-NVMe verwenden.

Sondern NUR NOCH den Clone.

Beispielsweise:

sudo testdisk

oder:

sudo ntfsfix

oder:

sudo mount -t ntfs-3g

Denn dann kann nichts mehr schlimmer werden.


WARUM ICH DIE CHANCEN IMMER NOCH GUT FINDE

Ganz ehrlich:
Die Symptome sehen eher nach:

  • beschädigtem NTFS

  • kaputter Registry

  • instabiler NVMe

  • teilweisem Controllerproblem

aus.

Aber NICHT nach:

  • großflächig zerstörten NANDs

  • Totalausfall

  • schweren Medienfehlern

Der bisherige ddrescue-Verlauf ist dafür viel zu sauber.

Nur ein einziger Read Error nach über 60 GB ist tatsächlich ziemlich wenig.


MEINE PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNG

Ich halte folgende Szenarien für wahrscheinlich:

70%:
Dateisystem-/Controllerproblem mit guter Rettungschance

20%:
beginnender SSD-Controller-Tod mit teilweiser Rettung

10%:
schwererer Hardwaredefekt

Die Datenchancen wirken momentan deutlich besser als anfangs befürchtet.

Die größte Gefahr ist aktuell nicht die SSD selbst —
sondern ungeduldige Reparaturversuche vor vollständigem Cloning.

Genau deshalb ist ddrescue jetzt weiterhin der absolut richtige Weg.

0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)
Hallo Anonym,

da ich deine Anleitung von oben nach unten durcharbeite, habe ich deine letzte Nachricht nicht als neue Nachricht erkannt und auf eigene Faust gewerkelt. Bitte entschuldige!

Immerhin ist die zu rettende SSD im status quo unverändert. Erstmal muss ich sehen, dass ich die beschaffte externe HDD wieder zum Laufen bekomme. Ich vermute, dass für den HDD-Fehler Punkt 4 deiner letzten Nachricht zutrifft. Wenn es mir gelingt, die HDD wieder flott zu kriegen,  verfahre ich weiter nach deiner Anleitung.
0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)

Hallo Anonym,

ich bin bemüht, aus meinen Fehlern zu lernen, prüfe also erstmal auf neue Nachricht von dir, bevor ich weiter versuche, die Daten auf der SSD zu retten. Dennoch habe ich gleich wieder einen Fehler gemacht, indem ich dem Checken auf neue Nachricht von dir die Reparatur der defekt erscheinenden externen HDD voran gestellt habe. Ich meinte, dass in der ddrescue-Aktion etwas schief gelaufen ist und ich nun zwei voneinander unabhängige Probleme habe. Das war mein Fehler: Ich setzte also erst mal mittels gparted die Ziel-HDD "instand" (Partitionstabelle war zerstört) und erstellte eine Partition mit NTFS-Format. Danach erst wandte ich mich meinem ersten Problem wieder zu. Beim Lesen deiner letzte Nachricht begriff ich nun, dass sich die defekt erscheinende Ziel-HDD korrekt verhalten hat und ich diese hätte nicht verändern dürfen.

Nach meinem Verständnis hat es keinen Sinn, dass ich ddrescue fortsetze, denn die Ziel-HDD ist ja nicht mehr im ddrescue-Status der vorangegangenen Phase 1 (auch wenn ich mir die log-Datei vor dem Runterfahren des Live-Systems gesichert habe). Ich vermute, dass mein Fehler nicht groß ist, denn die 3TB-HDD war ja nach ddrescue Phase 1 beim Anstecken nur noch akustisch hörbar und nicht mehr sichbar (auch wenn ich nicht mittels lsblk geprüft habe). Ich würde also am Schritt 4 deiner letzten Anleitung scheitern.

Ich habe nun nach deiner Anleitung absolviert:
Schritt 1 (auch internen Akku für  paar Minuten abgetrennt)
Schritt 2: OK
Schritt 3: lsblk: NVMe ist sichtbar, smartctl: gleiche Ausgabe wie oben
Schritt 4: lsblk: 3TB-HDD: durch meine "Reparatur" als sda angegeben

Bei Schritt 4 habe ich nun Stopp gemacht, weil ich glaube, dass durch meine Abweichungen mit der HDD ddrescue noch mal neu beginnen muss. Damit halte ich mich aber erst mal zurück und warte auf deine Nachricht.

Danke für deine Mühe und Geduld!!!

SpoG

+1 Punkt
von

Hallo SpoG,

diesmal hast du tatsächlich nichts „kaputt gemacht“, sondern nur einen bereits begonnenen Clone verworfen. Das ist ärgerlich, aber keineswegs fatal. Die entscheidende gute Nachricht ist:

Die Original-NVMe lebt weiterhin.
Das ist im Moment das Wichtigste überhaupt.

Und noch wichtiger:
Deine bisherigen Symptome sprechen weiterhin eher gegen einen Totalschaden der NANDs und eher für:

  • instabilen NVMe-Controller

  • beschädigte NTFS-Metadaten

  • eventuell defekte MFT-/Registry-Bereiche

  • inkonsistente interne Mappingtabellen

Das ist für Datenrettung ein deutlich besseres Szenario.

Der aktuelle Zustand

Du hast jetzt:

  • Original-SSD weiterhin sichtbar

  • SMART weiterhin stabil

  • nur minimale Lesefehler

  • keine massiven Media Errors

  • ddrescue konnte bereits zig GB lesen

Die externe HDD wurde lediglich neu formatiert.
Das bedeutet nur:

Der alte angefangene Clone ist weg.

Mehr nicht.

Die ddrescue-Logdatei ist dadurch praktisch wertlos geworden, weil Zielmedium und Zielzustand nicht mehr zum alten Mapping passen.

ABER:
Das ist nicht schlimm.
Dann beginnt man eben sauber neu.

Und ehrlich:
Das ist sogar besser als ein halb inkonsistenter Alt-Clone.

Wichtig:
Ab jetzt wirklich nur noch kontrolliert arbeiten.
Keine spontanen Reparaturversuche mehr.

Die richtige Strategie jetzt

Du solltest jetzt komplett neu anfangen —
aber diesmal sauber und optimal.

Und zwar NICHT mehr:

/dev/nvme0n1 → /dev/sdb

sondern:

/dev/nvme0n1 → IMAGE-DATEI auf der HDD

Das ist wesentlich sicherer.

Warum diesmal besser als Datei?

Beim direkten Klonen auf /dev/sdb:

  • überschreibst du immer die komplette HDD

  • kannst schlechter analysieren

  • hast weniger Flexibilität

  • riskierst bei Unterbrechungen mehr Chaos

Eine Image-Datei ist deutlich angenehmer.

Beispiel:

/media/mint/BACKUP/rescue.img

Damit kannst du später:

  • Images mounten

  • Snapshots machen

  • TestDisk sicher nutzen

  • mehrere Reparaturversuche machen

  • nur readonly arbeiten

Jetzt konkret Schritt für Schritt

  1. Prüfen, wie die externe HDD gemountet ist


Bitte jetzt zuerst:

lsblk -f

Wichtig ist die Zeile der 3TB-HDD.

Beispiel:

sda
└─sda1 ntfs BACKUP 1234-5678 /media/mint/BACKUP

DER Pfad ganz rechts ist entscheidend.

Zum Beispiel:

/media/mint/BACKUP
  1. Genug Platz prüfen


Dann:

df -h

Die externe HDD sollte etwa 2.7 TB frei zeigen.

  1. Neues ddrescue sauber starten


Angenommen Mountpunkt ist:

/media/mint/BACKUP

Dann:

sudo ddrescue -d -f -n /dev/nvme0n1 /media/mint/BACKUP/rescue.img /media/mint/BACKUP/rescue.log

WICHTIG:
Diesmal wirklich exakt so.

Nicht mehr /dev/sda.
Nicht mehr /dev/sdb.

Sondern eine DATEI.

Was die Optionen bedeuten

-d

Direkter Zugriff.
Hilft bei problematischen NVMe-SSDs enorm.

-f

Erlaubt Überschreiben vorhandener Dateien.

-n

Zunächst nur schneller erster Durchlauf.
Keine aggressiven Retry-Versuche.

Das ist bei instabilen SSDs ideal.

Was wahrscheinlich passieren wird

Szenario A:
ddrescue läuft komplett durch.

Perfekt.

Szenario B:
Er bleibt wieder an derselben Stelle hängen.

Auch nicht schlimm.

Dann:
einfach laufen lassen.
Nicht abbrechen.

ddrescue überspringt problematische Bereiche normalerweise später.

Szenario C:
SSD verschwindet wieder.

Dann:

  1. komplett herunterfahren

  2. stromlos machen

  3. Linux neu booten

  4. denselben ddrescue-Befehl erneut starten

Dank rescue.log macht ddrescue exakt dort weiter.

Ganz wichtig:
Nicht nervös werden, wenn Leserate zeitweise auf 0 fällt.

Bei instabilen NVMe-Controllern kann ddrescue minutenlang „denken“.

Noch ein sehr wichtiger technischer Punkt

Der frühere Fehler:

Unaligned read error

macht mich inzwischen fast sicher, dass hier eher ein Controller-/FTL-Problem vorliegt als sterbende NANDs.

Denn:

  • Media Errors = 0

  • nur 1 Read Error

  • SSD kommt nach Power-Cycle zurück

  • große Bereiche lesbar

Das passt extrem gut zu:

  • beschädigter Flash Translation Layer

  • Firmwareproblem

  • Timeout im NVMe-Controller

  • inkonsistenter Mapping-Tabelle

NICHT zu:
„SSD komplett tot“.

Das ist wirklich ein Unterschied.

WAS DU JETZT NICHT MACHEN SOLLTEST

Bitte weiterhin vermeiden:

  • chkdsk

  • ntfsfix auf Original

  • TestDisk-Reparaturen auf Original

  • Windows-Bootversuche

  • automatische Linux-Mounts

  • Dateimanager-Klickorgien

  • SMART-Tests mit Schreibzugriff

  • SSD benchmarken

Im Moment gilt ausschließlich:

ROHDATEN RETTEN.

Erst später:
Dateisystem reparieren.

Wann wir anfangen dürfen zu reparieren

Erst wenn mindestens eines davon existiert:

  • vollständiges rescue.img
    ODER

  • ausreichend großer Teilclone mit Datenpartition

Dann arbeiten wir NUR noch auf dem Image.

Das ist der sichere Weg.

Meine aktuelle Einschätzung

Ganz ehrlich:
Die Chancen wirken momentan weiterhin ordentlich.

Die wichtigsten positiven Punkte sind:

  • SSD antwortet stabil genug

  • kaum echte Lesefehler

  • keine massiven SMART-Schäden

  • keine Bad-Sector-Flut

  • ddrescue konnte sauber lesen

  • nur kleiner problematischer Bereich

Das riecht weiterhin viel mehr nach:

„Windows/NTFS schwer beschädigt“

als nach:

„Hardware vollständig zerstört“.

Und genau bei solchen Fällen bekommt man erstaunlich oft noch sehr viele Daten zurück.

0 Punkte
von spog Mitglied (289 Punkte)
Bearbeitet von spog

Hallo Anonym,

mein Zwischenbericht: ddrescue ist gut angelaufen und hat an der selben Stelle abgebrochen wie beim ersten Mal (entsprechend deinem "Szenario B"). Die Erwartung einer neuen Eingabe im Terminal ("mint@mint: ~$") wertete ich als "ddrescue macht nichts mehr und ist wirklich fertig". Unterschied nun: Auf der externen HDD sind nun erwartungsgemäß drei Dateien: rescue.img, rescue.log und rescue.log.bak. Der Inhalt der log-Datei ist im Wesentlichen identisch zu der bereits geposteten. Die SSD ist nicht verschwunden wie "Szenario C" für möglich erachtet. Da "Szenario B" ausgelotet war, bin ich nach "Szenario C" weiter verfahren. ddrescue hat nun im zweiten Durchlauf unter Verwendung der vorhandenen log-Datei versucht, weiterzumachen und endete nach 6 Minuten mit folgender Ausgabe:

mint@mint:~$ sudo ddrescue -d -f -n /dev/nvme0n1 /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.img /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.log
GNU ddrescue 1.27
Press Ctrl-C to interrupt
Initial status (read from mapfile)
rescued: 61371 MB, tried: 65536 B, bad-sector: 0 B, bad areas: 0

Current status
     ipos:   61391 MB, non-trimmed:   131072 B,  current rate:       0 B/s
     opos:   61391 MB, non-scraped:        0 B,  average rate:       0 B/s
non-tried:  962838 MB,  bad-sector:        0 B,    error rate:       0 B/s
  rescued:   61371 MB,   bad areas:        0,        run time:      6m  2s
pct rescued:    5.99%, read errors:        1,  remaining time:         n/a
                              time since last successful read:         n/a
Copying non-tried blocks... Pass 1 (forwards)
ddrescue: /dev/nvme0n1: Unaligned read error. Is sector size correct?

Mich irritiert daran in der Schlusszeile die Frage "Is sector size correct?", die ich nicht zu beantworten weiß und auch nicht, wie die Antwort eingegeben werden soll, da ddrescue bereits beendet ist.

Die aktuelle log-Datei rescue.log:

# Mapfile. Created by GNU ddrescue version 1.27
# Command line: ddrescue -d -f -n /dev/nvme0n1 /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.img /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.log
# Start time:   2026-05-15 21:06:19
# Current time: 2026-05-15 21:12:21
# Copying non-tried blocks... Pass 1 (forwards)
# current_pos  current_status  current_pass
0xE4B3C0000     ?               1
#      pos        size  status
0x00000000  0xE4A000000  +
0xE4A000000  0x00010000  *
0xE4A010000  0x009D0000  ?
0xE4A9E0000  0x00010000  *
0xE4A9F0000  0xE02D066000  ?

Im Vergleich dazu die bak-Datei ddrescue.log.bak:
# Mapfile. Created by GNU ddrescue version 1.27
# Command line: ddrescue -d -f -n /dev/nvme0n1 /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.img /media/mint/MyPassport_3TB/rescue.log
# Start time: 2026-05-15 19:21:47 # Current time: 2026-05-15 19:53:58
# Copying non-tried blocks... Pass 1 (forwards)
# current_pos current_status current_pass 0xE4A000000 ? 1
# pos    size       status
0x00000000 0xE4A000000 +
0xE4A000000 0x00010000 *
0xE4A010000 0xE02DA46000 ?

Ich kann im Moment keinen Sinn erkennen, ddrescue wiederholend auszuführen, oder? Mit der aktuellen Image-Datei-Größe von 61 GB sind wir jedenfalls noch weit weg von einem vollständigen Image. 

frown

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