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wie oft kann man dateien verschieben?





Frage

hallo zusamm, kann beim googeln darüber nix passendes finden. da ich viel mit mp3 arbeite würde es mich mal sicherheitshalber intressiern wie oft man dateien ohne qualitätsverluste verschieben/ kopieren kann. entstehen beim kopieren und wieder kopieren datenverluste? werde dadurch dateien irgendwann beschädigt? danke und gruß

Antwort 1 von nostalgiker6

Kopieren oder Verschieben (also ohne Umcodierung durch ein Programm) geht so lange, bis die Platte kaputt ist, ohne weiter Verluste (weitere=gleich "über das bei der Erstcodierung bereits Verlorene hinaus")

Antwort 2 von mainstream

hi, also haben kopien keine qualitätsverluste? und man kann dateien auch nach jahren fehlerfrei kopieren?

Antwort 3 von fpa

Also, von Platte zu Platte ist kein Problem solange die Platte in Ordnung

Ich hatte des öfteren Probleme wenn ich MP3 auf CD gebrannt habe. Manchmal waren sie dann Schrott, weil es beim brennen Probleme gab.

Antwort 4 von nostalgiker6

Wenn die die Datei Jahrelang an einer Stelle der Platte steht, ohne neu geschrieben zu werden, dann kann es sein, dass der Magnetismus sich zu sehr abschwächt. Deshalb ist es besser, dann und wann eine neue Kopie zu erstellen. (Keine Ahnung, wie oft empfehlenswert wäre - aber sicher nicht öfter als 1x im Jahr.)
Aber vor allem ist jede Platte mit Sicherheit irgendwann ganz kaputt! Jahrelang sollte man also nicht warten. Überhaupt sollte man Daten (egal welche) NIE nur auf einer Platte halten, und auch zwei (bzw. Platte und CD/DVD) sind nicht wirklich sicher.
(Natürlich ist im Leben nichts wirklich sicher, deshalb ist irgendwo die Grenze vernünftigerweise anzustrebender Sicherheit.)

Antwort 5 von Doc-Jay

Bei analogen Kopien, also von Schallplatte auf Kassette oder von Kassette zu Kassette kommt es bei jedem Kopiervorgang zu Verlusten. Das liegt daran dass die Signale sogenannte analoge Signale sind, also im Grunde Spannungsschwankungen. Analoge elektronische Bauteile arbeiten aber nie ideal, das bedeutet in der Praxis dass sie dem eigentlichen Nutzsignal, also zum Beispiel der Musik, ein Störsignal in Form von Rauschen oder Verzerrungen aufdrücken. Beim nächsten Kopieren werden diese Störsignale dann mitkopiert und von weiteren Störungen überlagert. Bis man irgendwann gar nichts mehr vom eigentlichen Nutzsignal versteht.

Bei Musik oder Filmen (eigentlich allen Daten) auf dem Computer ist das anders. Hier liegen die Daten in Form einer Reihe von Nullen und Einsen vor, also zwei feste Zustände die immer eindeutig sind. Eine Null wird also beim Kopieren nicht zu einer "Null plus ein wenig Störsignal", sondern bleibt eine Null, ebenso verhält es sich mit der Eins. Die Folge von Nullen und Einsen bleibt also beim reinen Kopieren die gleiche und es kommt nicht zu Kopierverlusten.
Aus diesem Grunde sind ja auch so viele scharf drauf, Kopierschutzmechanismen bei CDs und DVDs zu umgehen. Eine CD auf ein Tape zu kopieren ist mit Verlusten behaftet, aber wer will sich schon Rauschen anhören.. ;-)

Was allerdings passieren kann:
- beim Umkodieren können Probleme auftreten. Wenn du aus MP3 z.B. wav machst, dann muß die Information, die im MP3-Format vorliegt, zuerst decodiert werden und dann in das wav-Format kodiert werden. Je nach Güte der Decoder kann es hier zu Verlusten kommen.
- Verschleiß des Speichermediums: Auch Festplatten altern mit der Zeit und verlieren ihre Information, z.B. auch durch Sturz, Hitze oder wie auch immer. Und eine CD / DVD hat auch schonmal einen Kratzer. Bei der guten alten Schallplatte machte sich jeder Kratzer und jede Verformung bemerkbar. Die Platte sprang, knarzte oder leierte. Die digitalen Speichermedien speichern zusätzlich zu den reinen Nutzinformationen auch sogenannte Fehlerkorrekturinformationen. Diese ermöglichen, wenn die Nutzinformation aus irgendeinem Grund fehlerhaft gespeichert ist oder gelesen wurde, doch noch an die unverfälschte Nutzinformation heranzukommen, weil Fehler in bestimmten Grenzen korrigiert werden können.
Eine Musik-CD kann in der Rohinformation, das ist im Grund das was der Laser abtatstet, bis zu 220 Fehler je Sekunde enthalten, ohne dass auch nur ein Bit der Nutzinformation verloren geht.
Das geht allerdings nur in gewissen Grenzen, bei zu starken Kratzern können die Fehlerkorrekturmechanismen auch nichts mehr retten.

Ich hoffe damit sind die technischen Grundlagen ausreichend erklärt und die Verwirrung ist perfekt ;-)

In diesem SInne

Der Doc

Antwort 6 von mainstream

danke für die ausführliche erklärung doc-jay!
die verwirrung hat sich in logik aufgelöst;)