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Woher bekomme ich ein baby ATX Slot1-board?





Frage

bei meinem Supermarkt PC(Medion,P III,500 Mhz) ist das mainboard hin,laut Computerladen gibt es ein solches auch nicht mehr.Ist das wirklich so? Ich habe es schon bei ebay und so versucht, aber ohne Erfolg. Ansonsten bräuchte ich einen guten Rat, wie ich möglichst günstig einen neuen zusammengebastelt bekomme. Neben dem board ist auch noch auf jeden Fall das Netzteil hinüber, und das Gehäuse ist für die neuen mainboards zu klein.Hinzu kommt, das ich auch nicht testen kann, ob die CPU noch läuft, da mir ja das passende board fehlt, um sie draufzusetzen. Die Einzelteile zusammenzusteigern traue ich mich nicht so recht, weil ich mit den Bezeichnungen oft nichts anfangen kann, hinterher paßt das alles nicht zusammen. Und für einen neuen fehlt mir das Geld. Vielleicht hat ja jemand einen guten Tip, oder leistet mir Beistand, das ich mir vielleicht doch was zusammenbastel kann. Wenn ich noch länger jeden abend vor dem Fernseher sitzen muß, bekomme ich Depressionen.Es ist wirklich dringend medizinisch notwendig!! Michaela

Antwort 1 von @lti

Die wahrscheinlich einfachste und billigste Variante ist, mal im Secondhandshop nachzufragen.
Die nächst günstige Variante ist ein kompletter Gebrauchter aus der Zeitung mit etwa Deiner Ausstattung.
Bei Neukauf bräuchtest Du ein (mindestens) Midi-Tower (Netzteil enthalten) für ca. 50€, ein Mainboard mit Slot1 und ATX (wahrscheinlich genauso schwer zu beschaffen, und da Du einen Defekt der CPU nicht ausschließen kannst, irgendwie nicht sinnvoll). Optimaler wäre wahrscheinlich ein Aufrüstkit (bieten viele Händler an), bestehend aus Board,CPU, Lüfter und Speicher.
Dann kann allerdings nach dem das Netzteil ausgestiegen ist, auch die komplette 12-V-Schiene ausgestiegen sein. Dann wären noch Festplatte und CD hin... ;o(
Bring das Teil also am besten mal zum Händler und lass die überprüfen, was noch funktioniert. Spart Dir weiteren Ärger...

Viel Erfolg
Andreas

Antwort 2 von Friedel

Ein neues Netzgrät kostet fast so viel wie ein neues Gehäuse mit Netzgerät. Also solltest du dir statt Netzteil gleich ein neues Gehäuse kaufen. Damit bist du schon nicht mehr an die Bauform gebunden. Slot 1-Boards werden schon lange nicht mehr gebaut. Wenn du nicht sicher bist, daß die CPU noch ok ist, halte ich es für sinnvoll ein Board mit Sockel A und eine neue CPU zu kaufen, weil eine wesentlich leistungsfähigere CPU billiger als ein Board ist. Zum Preis eines durchnittlichen Boards kannst du immerhin eine Thunderbird mit 1,3 GHz kaufen. Allerdings solltest du prüfen ob deine RAMs PC100 oder PC133 sind. RAMs sind zwar gerade ausgesprochen billig, aber beachten muß man das schon.

Antwort 3 von michaela

@ @lti
"Bring das Teil also am besten mal zum Händler und lass die überprüfen, was noch funktioniert. Spart Dir weiteren Ärger"...
genau da steht es ja, nur da der kein passendes board hat, kann er auch nicht sagen, ob die CPU hin ist, und nur für diesen Fall würde sich das mit dem Board überhaupt lohnen.
Und wenn man das board,CPU,Lüfter,Karten
und Gehäuse mit Netzteil aufrüstet, dann bedeutet das ja,man kauft sich einen neuen PC, in den man dann die HDD und Laufwerke einbaut... (Ich sein armes Student mit nix viel Geld)

und was ich nie,nie wieder tun werde, ist mir IRGENDETWAS gebraucht zu kaufen, das hat mich bisher nur viel Ärger, noch mehr Zeit, und noch mehr Geld gekostet.
Ich spiele mit dem Gedanken Duron 1 Ghz, da kostet mich das mit allem etwa 500 DM, zumindestends in dem Laden, wo er im Moment steht. Es sein denn es gibt das auch billiger (also Gehäuse+Lüfter,Board und CPU, der Arbeitsspeicher ist 133, der müßte passen).Idee?

Michaela

Antwort 4 von Herbie

Hallo Michaela,
ich sehe das so:

Wenn man ein billiges Gehäuse inklusive Netzteil kauft, kostet es zwar nicht viel mehr als ein ordentliches netzteil einzeln, man bekommt dafür halt auch nur eine klapprige Blechschachtel mit einem rachitischen Billigst-Netzteil.
Daher würde ich eher das Gehäuse behalten und ein _ordentliches_ Netzteil dafür kaufen.

Slot1-Boards bekommt man schon noch, z.B. bei Alternate.
Ist es überhaupt ein Slot1-Board? Bei einem Aldi-PC mit P3/500 wirds aber wahrscheinlich eines sein.
Aber selbst wenn der Prozessor noch ok ist, würde wahrscheinlich ein billiges Mainboard, z.B. Elitegroup K7S5A, (180DM mit LAN, 170DM ohne) und ein AMD Duron 1GHz (180DM) die bessere Lösung darstellen. Dieses Board ist schnell und stabil und läßt für später noch einige Aufrüstoptionen offen (DDR-RAM, Athlon-XP). Das kostet dann also inklusive einem passenden CPU-Cooler und ordentlichem Netzteil knapp 500DM.

Ein Problem kommt aber noch hinzu:
Das Betriebssystem muß neu installiert werden. Wenn dem Medion-PC eine DSP-Version von Windows beigelegen hat, ist das kein Problem.
Wenn aber nur eine OEM-Recovery-CD beiliegt, ist diese vermutlich nicht zu gebrauchen. Das selbe Problem ergibt sich aber auch dann, wenn nur das Mainboard getauscht wird.
Dann schaut es aber sowieso schlecht aus, weil die mitgebundelte Anwendungssoftware damit ebenfalls verloren ist.
Das ist jedenfalls zu bedenken, wenn der Rechner - so oder so - repariert wird, ob sich wohl das System und die Bundle-Software dann noch nutzen läßt.

Gruß, Herbie


Antwort 5 von Herbie

Habe gerade entdeckt, daß da ja noch eine Info in der Überschrift versteckt ist - Baby-ATX.
Da wird dann das Elitegroup K7S5A nicht ins alte Gehäuse passen. Also doch neues Gehäuse mit Netzteil - da was ordentliches zu finden ist aber nicht so einfach.
Eine µATX-Ausführung des genannten Mainboard gibt es leider nicht. Alle anderen Mainboards sind teurer und bieten vor allem keine zukünftigen Upgrademöglichkeiten. Dann doch eher ein neues Gehäuse...

Gruß, Herbie


Antwort 6 von michaela

also, in dem Laden, wo das Ding nun steht, würde die Aufrüstung auf Duron auch 500 DM kosten, allerdings wäre mir ein Athlon lieber, ich hatte mir gedacht, wenn ich die Einzelteile da kaufe, wo sie jeweils am billigsten sind, komme ich vielleicht mit 700 DM hin, nur was ich nicht genau weiß ist, wie groß die Möglichkeit ist, etwas zu kaufen, was nicht kompatiblel ist. Ich hatte mal bei ebay unter mainboards nachgesehen, und mir sagten die ganzen Bezeichnungen herzlich wenig.
Worauf müßte man denn achten? Und ist das mit 700 DM realistisch?
Liebe Grüße,
Michaela

Antwort 7 von Herbie

Hallo Michaela,
aus Deiner letzten Reaktion entnehme ich, daß die möglichen Probleme mit der Software keine Rolle spielen, da Du nicht darauf eingegangen bist.

Natürlich ginge sich für 200 Mark zusätzlich auch ein Athlon aus, z.B. ein Athlon XP 1600+ um 350 DM - das wären also 170 DM mehr als für den Duron.
Allerdings würde ich Dir (als "armer Student") davon abraten.
Erstens bleibt es nicht dabei. Dieser Prozessor braucht auch einen besseren und (teureren) Cooler, weil er viel heißer wird als der Duron. Wenn man dann noch einen finden muß, der einen nicht mit seinem aufdringlichem Geheule zum Wahnsinn treibt und dabei trotzdem gut kühlt, kann das alleine mehr als 100 DM ausmachen.
Dann ist die Kombination mit normalem SDRAM, wie Du derzeit eines hast, bei einem Athlon nicht sinnvoll, weil damit die Prozessorleistung auf der Strecke bleibt. Dann bräuchten wir also auch neues (DDR)RAM. Das sind dann schon nochmal 100 DM für 128MB - besser wären aber dann gleich 256MB.
Zweitens wird die Auswahl des Mainboards schwieriger, weil es den Palomino-Kern der neuen Athlons unterstützen und mit DDR-RAM umgehen können muß. Das wäre bei den rpeiswerten Boards nur beim K7S5A der Fall - allerdings benötigt es dazu möglicherweise ein BIOS-Update und scheint derzeit auch nicht (mehr?) lieferbar zu sein - zumindest bei Alternate. Das könnte somit ohnehin ein Problem werden...
Schließlich hat ein High-End Athlon nur einen Sinn, wenn auch die restlichen Komponenten (Grafikkarte, Festplatte usw.) High-End sind.
So groß ist der Leistungsunterschied ohnehin nicht. Ein heutiger Duron 1GHz wäre vor einem dreiviertel Jahr noch eine absolute Spitzen-CPU gewesen.
Wer sparen muß, sollte nicht das neueste und beste kaufen, weil es im Verhältnis zur gebotenen Mehrleistung unverhältnismäßig teuer ist.

Wieviel Erfahrung hast Du eigentlich?
Traust Du Dir so einen Umbau zu, bzw. hast Du im Ernstfall jemanden, der sich gut genug auskennt?
Alleine die Montage des CPU-Coolers kann zum Totalschaden der CPU und/oder des Mainboards führen, wenn man keine Erfahrung damit hat.
Auch der Anschluß des Mainboards kann Bastelarbeit verlangen, z.B. muß man beim K7S5A erst den Stecker für die Power-LED am Gehäuse umbauen, damit er paßt.

Nochmal zu Deiner konkreten Befürchtung: Bei Duron und normalem Athlon kannst Du eigentlich kein falsches Board erwischen. Bei Athlon XP muß das Board explizit dafür freigegeben sein, da muß man also darauf achten.
Die Boards für Athlon XP haben fast alle nur Sockel für DDR-RAM, da läuft Dein altes SD-RAM also dann nicht.

Ich würde, wie beschrieben, beim Duron bleiben und sehe dafür zwei Wege:

1.
CPU: AMD Duron 1GHz, 180 DM
Cooler: Tiger Electronics SDA38670BT "Miprocool" 50 DM
Mainboard: Elitegroup K7S5A, 180 DM
Gehäuse mit Netzteil: Midi Tower "Profi" von Alternate, 200 DM
Gesamtkosten: ca. 610 DM
Vorteile: Vorhandenes SD-RAM kann genutzt werden.
Ordentliches, qualitativ hochwertiges Gehäuse mit Mainboardschlitten und leisem Netzteil.
Zukunftsicheres, schnelles und stabiles Board, das später auf Athlon + DDR-RAM hochgerüstet werden kann. SIS 735 - Chipsatz, der problemlos mit Windows zusammenarbeitet, lediglich AGP-Treiber erforderlich. Ordentliches Gehäuse mit ebensolchem Netzteil - leises System.
Nachteil: Board wahrscheinlich schwer erhältlich, erfordert Geschick beim Anschluß der Power-LED.

2.
CPU: AMD Duron 1GHz, 180 DM
Cooler: Tiger Electronics SDA38670BT "Miprocool" 50 DM
Mainboard: Chaintech CT-7AIA5 µATX, 194 DM
Netzteil: 300 Watt von Alternate, 95 DM
Gesamtkosten: ca. 520 DM
Vorteile: Vorhandenes Gehäuse kann beibehalten werden.
Vorhandenes SD-RAM kann genutzt werden.
Nachteile: Keine Aufrüstung auf DDR-RAM möglich, wahrscheinlich nur für normale Athlon geeignet (nicht XP). Das Board hat den problematischen VIA KT133A-Chipsatz, zu dem es aber in dieser Klasse ohnehin keine Alternative gibt.

Die Preise beziehen sich alle auf Alternate, außer der Cooler, der von Cosh-Computersysteme kommt.
Mit dem Chaintech-Board habe ich keine Erfahrung, wird aber sicher keine unlösbaren Probleme geben.

Wenn es unbedingt ein Athlon sein soll: Ein Athlon Thunderbird 1GHz (auf C-Stepping mit 133 MHz FSB achten!) kostet 225 DM, wäre auf beiden Varianten einsetzbar und verteuert die Sache um 45 DM.
Selbes gilt auch für einen Athlon Thunderbird 1.33 GHz (C-Stepping !!!) um 292 DM, der aber auch einen besseren Kühler ratsam erscheinen läßt (Zalman CNPS 5005+ Cu um 135 DM wodurch also insgesamt 200 DM Mehrkosten gegenüber obiger Kalkulation entstehen.

Ich hoffe, Dir mit diesen Informationen gedient zu haben.
Solltest Du Dich für eine der obigen Varianten entscheiden und zusätzliche Informationen/Hilfestellung benötigen, wende Dich bitte per email an mich, da ich das Forum vermutlich nur unregelmäßig checken werde.

Liebe Grüße, Herbie