Künstliche Intelligenz ist Fluch und Segen zugleich. Während KI-Modelle wie ChatGPT durch unkontrolliertes Scraping Webseiten wie das Supportnet an den Rand des Zusammenbruchs bringen, eröffnen sie uns gleichzeitig revolutionäre Wege in der Softwareentwicklung.
Der Konflikt: Wenn KI-Bots Server lahmlegen
Die KI muss lernen – und das tut sie oft rücksichtslos. In den letzten Monaten ist der Supportnet-Server mehrfach unter der Last von KI-Crawlern zusammengebrochen. Diese Bots ziehen massenhaft Content ab, um Sprachmodelle zu füttern. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, habe ich mich entschieden, die Technologie hinter diesem Wandel zu verstehen und für ein eigenes Projekt zu nutzen.
Was ist agentische KI? Mein Experiment mit Google Antigravity
Ich habe mich für Google Antigravity entschieden. Das ist eine sogenannte agentische KI, die auf dem Gemini-Sprachmodell basiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chatbots ist eine agentische KI in der Lage, selbstständig zu handeln: Sie kann Webseiten öffnen, Programme bedienen und Dateien auf dem Rechner verarbeiten.
Programmieren ohne Code: Die Entstehung von Velopilot.de
Dank dieses neuen Ansatzes – oft auch als Vibe Coding bezeichnet – habe ich innerhalb von nur zwei Monaten eine voll funktionsfähige Navigations-App für Radfahrer und Wanderer erstellt: Velopilot.de.

Das Besondere daran:
- Selbstständiges Testing: Antigravity öffnet die Seite, prüft die Funktionen und korrigiert den Code im Fehlerfall eigenständig.
- BRouter-Integration: Nutzer können URLs von Bikerouter.de oder eigene .gpx-Dateien laden.
- Live-Navigation: Velopilot bietet eine echte Live-Führung im Gelände, ähnlich einer Autonavigation.
Und das Beste: Ich musste dafür keine einzige Zeile Code selbst schreiben. Ich habe lediglich den „Vibe“ und die Logik vorgegeben.





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