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Mit SMART den SSD Fehlern auf den Grund gehen

Solid State Drives, kurz SSDs laufen immer mehr den herkömmlichen Festplatten den Rang ab. So perfekt wie es scheint sind sie aber nicht. Beispielsweise lassen sie nur eine gewisse Anzahl an Schreibzugriffen zu, bevor einzelne Zellen beschädigt werden. Es gibt aber Möglichkeiten die eigene SSD genau zu überprüfen und nach zu schauen, ob sie bereits am Verfallsdatum kratzt.

SMART

Das Zauberwort heißt hier SMART, Self Monitoring Analysis and Reporting Technology. SMART führt sozusagen ein Tagebuch über das Flashlaufwerk. In diesem kann man dann einsehen ob beispielsweise einzelne Zellen bereits defekt sind. Wie man an dieses „Tagebuch“ herankommt, wird im Folgenden erklärt.

Wer professionell die eigene SSD auslesen möchte, der sollte zum Downloadportal des Herstellers gehen. So bieten die großen Namenhaften Hersteller kleine Tools an, welche auf die speziellen Modelle ausgerichtet sind. Bei Samsung beispielsweise heißt die Software Magican.

Es gibt zwar in diesem Bereich der Tools auch nicht Herstellergebundene Programme, diese weisen aber bisher nicht die gleiche Genauigkeit beim Datenauslesen auf.

Allround SMART Tool

Unter anderem kann man mit diesen Tools auch kleine Optimierungen am Betriebssystem vornehmen. Diese Optimierungen sind dann auf die SSD angepasst wodurch ein schnellerer Betrieb ermöglicht werden soll. Außerdem kann über ein solches Programm auch ganz praktisch ein Firmware Update für das Solid State Drive gemacht werden.

Mit solch einem Tool hat man einen guten Überblick vom eigenen Laufwerk. Wer es aber etwas genauer haben will, der muss auf die Raw Values zugreifen, welche  Schreib- und Lesefehler, geschriebene Datenmengen, Anzahl der Betriebsstunden und auch die Temperatur dokumentieren.

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Möchte man nicht nur auf die gespeicherten Daten zugreifen, sondern auch auf brandaktuelle, so muss man einen sogenannten Short-Self-Test machen. Hier werden in einer kurzen Analyse Hardwaretests per Zufallsprinzip gemacht.

Bekommt man dann diese Auswertung geliefert, kann man als Einsteiger damit wenig anfangen. Man muss die Daten selbst analysieren und dann Rückschlüsse ziehen. Sieht man das die Lesefehlerrate hoch ist, so sollte unbedingt ein Backup ausgeführt und eventuell eine neue SSD genutzt werden. Im Folgenden sind die wichtigsten Parameter erklärt:

Raw Read Error Rate

Lesefehlerrate

Reallocated Sector Count

Ausgelagerte Daten in Reservesektoren

Power-On Time

Anzahl der Betriebsstunden

Program Fail Count

Flash-Programmierfehler

Erase fail Count

Flash-Löschfehler

Temperature

Betriebstemperatur laut internem Sensor

CRC Error Count

Aufgetretene SATA-Schnittstellenfehler

Media Waereout Indicator / SSD Life Left

Indikator für Flash-Abnutzung

Host Writes / Total LBAs Written

Zählt die geschriebene Gesamtdatenmenge in Sektoren

Host Reads / Total LBAs Read

Zählt die gelesene Gesamtdatenmenge in Sektoren

Von |2018-08-01T16:34:02+00:00Juli 3rd, 2018|Kategorien: HW-Sonstiges|0 Kommentare

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