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Gefragt in PC-Sonstiges von halfstone Profi (18.2k Punkte)
Hi,

so wie es aussieht will die Telekom DSL Kunden, die gleichzeitig noch ISDN oder analoge Telefonanschlüsse haben auf VoIP Anschlüsse umrüsten.

Mit welchen Mitteln würde ich gerne herausfinden. Bei meinem Vater haben sie angerufen und ihn dazu überredet indem sie ihm schnelleres DSL angeboten haben, was meiner Meinung nach nicht geht, entweder ist es schnell oder eben nicht.

Bei mir selber haben sie die Leitung einfach seit 6 Wochen abgeklemmt und sind zu drei Reparatur-Terminen einfach nicht erschienen.

Kennt ihr selber solche DSL Lockangebote oder seid sogar von komischen Ausfällen betroffen, dann bitte beschreibt doch eure Fälle hier.

Viele Grüße

Fabian

P.S. Jetzt wo ich mir die Überschrift so anschaue, sind wir ja alle mehr oder weniger Telekom betroffene ;-)

33 Antworten

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Beantwortet von strauss Experte (4k Punkte)
Hi Fabian,

Hintergrund der ganzen Geschichte ist, das die Hardware der "alten" ISDN Vermittlungen und Anlagen nicht mehr supportet wird.

Es soll lt. Hotline Mitarbeiter 2018 Schluß sein mit ISDN in der jetzigen Form.

Ich kenn dazu auch ein Beispiel:

Ich betreue nebenbei eine kleine Pizza Lieferkette (5 Läden). Inhaber sind alles Inder, die nicht ganz so perfekt mit den jeweiligen Verkaufsprofis der Telekom umgehen können.
In einem der Läden wollte der Chef auch schnelleres Internet haben.
Ihm wurde natürlich neben IP-Telefonie auch gleich noch ein neuer Router verpasst.
Es wird aber zwingend ISDN gebraucht, da die Bestellungen über div Onlineplattformen (Pizza.de, Bringbuttler oder Lieferando) alle per Fax eingehen.

Anfangs funktionierte das auch ganz gut, bis dann die ersten Ausfälle auftraten (nicht erreichbar und Telefonate nur noch im Ortsnetz).
Und was das für einen Lieferdienst bedeutet kann sich jeder ja ausmalen

Es wurden dann auch diverse Beschwerdebriefe an die Telekom geschickt, die aber alle ins leere liefen, da die Telekom immer ihre vertraglichen Pflichten eingehalten hat (Beseitigung der Störung innerhalb von 24 Stunden). Es wurde dann auch immer gleich dreist auch den Service Plus verwiesen (der natürlich extra Kostet), wo die Störung dann innerhalb von 6 Stunden behoben wird.
Wenn das aber zur Hauptstoßzeit ist, hilft das natürlich auch nicht weiter.

Wir mussten uns dann schriftlich und per Einschreiben direkt nach Bonn wenden um den "alten" ISDN Anschluß wieder zu bekommen.
Mittlerweile ist alles wieder bei alten, jetzt aber mit DSL 16000.
Natürlich wurde nochmal Bereitstellungsentgeld fällig und die Vertragslaufzeit wieder auf 2 Jahre gesetzt.

Mfg Micha
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Beantwortet von
Einem Bekannten (schwerstbehindert) hatten sie im letzten Jahr bei Auftragserteilung für den Internetanschluss auch einfach das "analoge" Telefon gekappt. Erst der Hinweis darauf, dass bei nicht funktionierender Internetverbindung eben auch der Notruf, der leider wirklich öfter benutzt werden muss, nicht funktioniert und dann ggf, rechtliche Schritte unumgänglich sein werden, hat innerhalb von zwei Wochen ohne Mehrkosten den alten Zustand wieder bewirkt.
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Beantwortet von flupo Profi (17.8k Punkte)
Ich hab vor meinem Urlaub einer Kollegin bei der Inbetriebnahme ihres neuen Anschlusses geholfen. Jetzt hat sie einen schnelleren Internetzugang den sie für ein bisschen Surfen und Emails nie im Leben braucht. Dazu noch den Call and Surf Comfort Vertrag mit Hotspot-Flat für ihr nicht vorhandenes Smartphone und einen Speedport-Router zur Miete.
Der Verkäufer hat da ganze Arbeit geleistet.

Bin gespannt, wann sie bei mir nachfragen. Ich hab auch noch einen ISDN-Anschluss und will den behalten, solange es geht. Schnelleres Internet würde ich nehmen, geht aber mit DSL nicht.

Gruß Flupo
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Beantwortet von halfstone Profi (18.2k Punkte)
Uff, da bin ich ja baff,

in einer guten halben Stunde schon drei weitere Beispiele wie die Telekom da vorgeht.

Scheinen sich nicht wirklich an Verträge halten zu wollen und versuchen mit falschen Versprechungen die Leute zu neuen Verträgen zu drängen.

Leider sind die Mitbewerber da nicht viel besser, so dass sich ein Wechsel auch nicht wirklich lohnt.

Übrigens hat die Telekom in meinen letzten drei Fällen nie an die in ihren eigenen AGBs garantierten 24 Stunden zur Störungsbeseitigung gehalten, mein Schnitt ist so ca. eine Woche, im Moment bewegt er sich aber gerade gegen Unendlich (fast schon zwei Monate keine Reparatur...).

Gruß und Danke schon mal für eure Rückmeldungen

Fabian
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Beantwortet von friedel Experte (3.3k Punkte)
Hintergrund der ganzen Geschichte ist, das die Hardware der "alten" ISDN Vermittlungen und Anlagen nicht mehr supportet wird.

Es soll lt. Hotline Mitarbeiter 2018 Schluß sein mit ISDN in der jetzigen Form.
Das ist ja interessant. Die Subvention und Bevorzugung der Telekom durch die Gesetzgebung und Behörden der Telekom wir doch immer damit begründet, das die Telekom ein Grundversorger ist. Aber z.B. bei uns ist bis 2018 nicht geplant, dass das Netz endlich ausgebaut wird. In den meisten Orten gibt es hier kein Breitbandinternet. Wer surfen will, nutzt LTE oder wartet auf Glasfaser-Anbundung durch Quix (Inexio). Ich habe hoffentlich auch bald einen Inexio-Anschluss. Aber das ist eben kein Grundversorger. Die können ihre Kunden also einfach rausschmeißen, wenn sie unrentabel sind oder müssen z.B. Kunden mit Schufa-Eintrag gar nicht erst nehmen. Wenn 2018 wirklich schluss ist mit ISDN, gibt es wohl hier gar keinen Grundversorger mehr, denn mit 10-30 Bit/s funktioniert VoIP definitv nicht. Nicht mal, wenn sonst kein Gerät angeschlossen ist
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Beantwortet von snoopie Experte (3.2k Punkte)
Hi,

geht´s denn hierbei nur um Telekom? Einer meiner Bekannten bekam vor kurzer Zeit ein telefonisches Angebot von Vodafone: Man hätte durch Messungen festgestellt, dass seine Leitung schlecht sei (DSL 16000, „echtes“ ISDN mit drei Telefonnummern). Daher würde man ihm etwas Besseres anbieten. Er bekäme kostenlos eine neue Hardware installiert und eingerichtet. Seine drei Telefonnummern (eine davon fürs Fax-Gerät) könne er auch behalten. Und das Ganze nur ganz wenig teurer als bisher. Dieses „Super“-Angebot würde man nicht allen Kunden machen. Er hat dazu genickt und der Kram wird jetzt wohl in den nächsten Tagen bei ihm installiert werden. Könnte es sich hierbei auch um VoIP handeln?

Danke auch für den Hinweis (A.2), dass mit VoIP bei nicht funktionierendem Internet auch keine Notrufe mehr abzusetzen sind.

Gruss,
Snoopie
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Beantwortet von kromgi Experte (3.7k Punkte)
Mahlzeit liebe Supportnet-Gemeinde!

Ich habe leider nichts über meinen Grundversorger Telekom zu meckern. Bin voll zufrieden. Auch bei Störungen alles sehr unkompliziert, schnell, freundlich. Und das Gute ist, dass angeblich zum Ende des Jahres in unserer Gemeinde auch DSL mit 100 MBit anliegen soll, jetzt sind es 16.... Aber warten wir ab. Dann kann ich endlich wieder das Entertainment buchen, welches ich seid dem letzten Umzug nicht mehr hatte....

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass eure Bekannten & Verwandten als mündige Erwachsene in der Lage sein sollten, sich nicht von irgendwelchen Verkäufern beschwatzen zu lassen, bzw. ihr Widerrufsrecht in Anspruch nehmen können sollten. Und so´ne "geschulten Verkäufer" haben die Mitbewerber auch. So zB Vodafone. Nach meiner Erfahrung arbeiten die viel agressiver am Vertragsabschluss als die Telekom. Und die Vodafone-Hotline ist ´n Lacher und bestimmt mit Absicht soo kompliziert und zeitaufwendig gemacht.

Worüber ich noch so nachdenke: Wozu ist es in der modernen Welt nötig, einen ISDN-Anschluss zuhaben??? Das sind doch mittlerweile Dinge, die die Welt nicht mehrbraucht.

kromgi
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Beantwortet von dr-pu Mitglied (299 Punkte)
Hallo halfstone,
ich persönlich wundere mich immer wieder, daß es noch Telekom-Kunden gibt.
Meine Erfahrungen möchte ich hier nicht posten. Zum Einen wäre es wirklich zu zeitaufwendig, zum Anderen käme dann der ganze Ärger wieder hoch.
Ich haben dann nach Ablauf der Verträge fristgemäs meine Handy-Verträge und meinen Flatr.-Vertrag DSL u. Telefon vor Jahren schon gekündigt.
Mit mir nicht.
Die sind warscheinlich schon zu satt.
Gruß PU
0 Punkte
Beantwortet von Experte (9.8k Punkte)
Worüber ich noch so nachdenke: Wozu ist es in der modernen Welt nötig, einen ISDN-Anschluss zuhaben??? Das sind doch mittlerweile Dinge, die die Welt nicht mehrbraucht.

Das ist sicher die Meinung eines Einzelnen !!

vadder
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Beantwortet von kjg17 Profi (34.4k Punkte)
Hallo,

es ist allerdings betriebswirtschaftlicher Unsinn, für die Nutzung der selben Leitung zur Übertragung von Daten im weiteren Sinn, zwei verschiedene technische Infrastrukturen auf Dauer vorzuhalten, wenn man das auch durch eine einheitliche, paketvermittelnde Netzinfrastruktur realisieren kann. Auf Dauer wird man sich das nicht leisten können und wollen, trotzdem ist es natürlich ärgerlich, wie die T-Com hier mit ihren Kunden umgeht, um sie auf diese Schiene zu bringen.

Aktuelle Notrufsysteme unterstützen auch die IP-Telefonie, aber die Anbieter (DRK, Malteser usw.) weisen dabei auch immer auf die höhere Ausfallsicherheit der herkömmlichen Festnetztelefonie hin. Hier sind eigentlich alle Anbieter von IP-Telefonie gefordert, auch bei eventuellen Problemen zumindest ein 'Notfall-DSL' mit dem für die Telefonie erforderlichen Upstream zur Verfügung zu stellen, auch wenn das dann ggf. nur noch die Telefon-Datenpakete 'befördert'.

Ein Freund von mir hatte in seinem Wochenenddomizil auf Usedom jahrelang einen analogen Telefonanschluss + DSL Light. Mehr war lt. Auskunft der T-Com, dem einzigen Anbieter vor Ort, technisch nicht drin. Auch er bekam eines Tages einen Anruf mit dem Angebot 'schnelles DSL'. Also online geprüft, welches 'schnelle DSL' denn neuerdings an diesem Anschluss verfügbar ist und tatsächlich, immerhin DSL 6.000, aber mit IP-basierter Telefonie. Trotz einiger Zweifel, ob es sich hier eventuell nur um ein halbes 6000er handelt, was bei der T-Com ja durchaus drin ist, wäre das ja allemal besser als das bisherige DSL Light. Also wurde das Angebot angenommen, denn der Telefonanschluss wurde ursprünglich ohnehin nur für den Internet-Zugang eingerichtet und wird als solcher eigentlich nur wenig genutzt.

Und jetzt kommt der Witz: Obwohl nur ein Tarif mit IP-Telefonie über die vorhandene Nummer auswählbar war, funktioniert das analoge Telefon direkt am Splitter auch nach der Umstellung weiterhin, die Nummer wurde also offensichtlich nicht automatisch auf VOIP 'geswitcht'.

Auf die T-Com ist eben wirklich kein Verlass. ;o)

Gruß
Kalle
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