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Gleitkomma mit Excel
Frage
Hallo liebe Excel Spezialisten,
ich benutze die nachfolgende Formel seit Jahren um die tarifliche Einkommensteuer zu berechnen. Seit dem Veranlagungszeitraum 2004 schreibt die Finanzverwaltung für die Steuerberechnung die Verwendung von Gleitkommafeldern vor. Seither errechnet mir diese Formel verschiedentlich falsche Werte. Die Abweichungen sind zwar minimal und werden vom Finanzamt toleriert, doch stört mich die Ungenauigkeit. In meinen Mathema-tikkenntnissen kommt der Begriff Gleitkomma leider nicht vor. Gibt es unter euch jemanden, der mir weiterhelfen kann? Ist ein Rechenvorgang in Gleitkommadarstellung mit Ex-cel überhaupt möglich?
GANZZAHL(WENN(x<f2;0;WENN(UND(x>=f2;x<=f3);(f4*y+f5)*y;WENN(x<=f6;(f7*zet+f8)*zet+f9;f10*x-f11))))
Der Wert x ist das zu versteuernde Einkommen, die anderen verwendeten Namen stehen für jährlich sich ändernde Werte für die Berechnung der Einkommensteuer.DankeBernyzz
Antwort 1 von schnallgonz
N´abend,
ohauahauau, das ist wahrscheinlich der wesentlichste Teil einer der vielen Steuerreformen.
guckst Du hier:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Service/Interaktiver-Steuerre...
im Programmablaufplan ab Seite 2 steht dazu etwas.
Es geht glaube ich nur um das Abschneiden von Dezimalstellen.
Wenn Dir das Ding weiterhilft....
Mir wird schwindelig.
Vielleicht reicht auch ein Blick auf den alten § 32a Abs ,
gilt bis 2003:
Die zur Berechnung der tariflichen Einkommensteuer erforderlichen Rechenschritte sind in der Reihenfolge auszuführen, die sich nach dem Horner-Schema ergibt. Dabei sind die sich aus den Multiplikationen ergebenden Zwischenergebnisse für jeden weiteren Rechenschritt mit drei Dezimalstellen anzusetzen; die nachfolgenden Dezimalstellen sind fortzulassen. Der sich ergebende Steuerbetrag ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden.
Das Ding fehlt ab 2004 und ist durch den Gleitkommakram ersetzt. Ich habe den Ablaufplan nur überflogen. Gibt´s da jetzt für jeden Rechenschritt eine Vorschrift zu den Dezimalstellen?
Mehr weiß ich im Moment auch nicht.
MfG
schnallgonz
ohauahauau, das ist wahrscheinlich der wesentlichste Teil einer der vielen Steuerreformen.
guckst Du hier:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Service/Interaktiver-Steuerre...
im Programmablaufplan ab Seite 2 steht dazu etwas.
Es geht glaube ich nur um das Abschneiden von Dezimalstellen.
Wenn Dir das Ding weiterhilft....
Mir wird schwindelig.
Vielleicht reicht auch ein Blick auf den alten § 32a Abs ,
gilt bis 2003:
Die zur Berechnung der tariflichen Einkommensteuer erforderlichen Rechenschritte sind in der Reihenfolge auszuführen, die sich nach dem Horner-Schema ergibt. Dabei sind die sich aus den Multiplikationen ergebenden Zwischenergebnisse für jeden weiteren Rechenschritt mit drei Dezimalstellen anzusetzen; die nachfolgenden Dezimalstellen sind fortzulassen. Der sich ergebende Steuerbetrag ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden.
Das Ding fehlt ab 2004 und ist durch den Gleitkommakram ersetzt. Ich habe den Ablaufplan nur überflogen. Gibt´s da jetzt für jeden Rechenschritt eine Vorschrift zu den Dezimalstellen?
Mehr weiß ich im Moment auch nicht.
MfG
schnallgonz
Antwort 2 von bernyzz
Hallo schnallgonz,
danke für die schnelle Antwort. Wir sind offenbar beide gleichschlau. Meine Berechnungen haben solange exakte Ergebnisse gebracht, als die Rechenschritte nach § 32 a geregelt waren. Seit nun die Regelung mit Gleitkommafeldern gilt, hab ich die in meiner Frage genannten Probleme. Den von dir angeführten Programmlaufplan hab ich vorliegen, hilft mir aber diesbezüglich nicht weiter.
Mal sehen ob noch jemand anderer etwas zu diesem Thema weiss.
Schönen Tag noch
Bernyzz
danke für die schnelle Antwort. Wir sind offenbar beide gleichschlau. Meine Berechnungen haben solange exakte Ergebnisse gebracht, als die Rechenschritte nach § 32 a geregelt waren. Seit nun die Regelung mit Gleitkommafeldern gilt, hab ich die in meiner Frage genannten Probleme. Den von dir angeführten Programmlaufplan hab ich vorliegen, hilft mir aber diesbezüglich nicht weiter.
Mal sehen ob noch jemand anderer etwas zu diesem Thema weiss.
Schönen Tag noch
Bernyzz
Antwort 3 von Event
Antwort 4 von bernyzz
Hallo lieber Nothelfer Event,
danke für den Tipp mit der sehr informativen Veröffentlichung von Microsoft. Die Erkenntnis daraus ist, dass Excel standardmäßig mit Gleitkomma-Arirthmetik rechnet, wenn nicht explizit mit den Funktionen Runden oder Ganzzahl Anderes bestimmt wird.
Ich werde meine komplexe Formel in Einzelteile zerlegen, jeden einzelnen Rechenschritt in einer eigenen Zelle abarbeiten lassen und die Funktion Ganzzahl erst auf das Endergebnis anwenden.
Ob ich damit mein Problem gelöst habe, kann ich auf die Schnelle nicht sagen. Leider habe ich die Werte von „x“, bei denen fehlerhafte Berechnungen erfolgten, nicht notiert und somit kommt ein sehr umfangreiches Testen auf mich zu, zumal seit 2004 die Tabellenstufen für die Steuerberechnung weggefallen sind und sich die Einkommensteuer mit jedem einzelnen Euro Jahreseinkommen verändert.
Sobald ich Erkenntnisse habe, werde ich mich mit der Überschrift „Gleitkomma zum Zweiten“ wieder melden. Nun aber stehen andere Narreteien als die Mathematik an, da ich im närrischen Süden zuhause bin.
Narri! Narro!
Bernyzz
danke für den Tipp mit der sehr informativen Veröffentlichung von Microsoft. Die Erkenntnis daraus ist, dass Excel standardmäßig mit Gleitkomma-Arirthmetik rechnet, wenn nicht explizit mit den Funktionen Runden oder Ganzzahl Anderes bestimmt wird.
Ich werde meine komplexe Formel in Einzelteile zerlegen, jeden einzelnen Rechenschritt in einer eigenen Zelle abarbeiten lassen und die Funktion Ganzzahl erst auf das Endergebnis anwenden.
Ob ich damit mein Problem gelöst habe, kann ich auf die Schnelle nicht sagen. Leider habe ich die Werte von „x“, bei denen fehlerhafte Berechnungen erfolgten, nicht notiert und somit kommt ein sehr umfangreiches Testen auf mich zu, zumal seit 2004 die Tabellenstufen für die Steuerberechnung weggefallen sind und sich die Einkommensteuer mit jedem einzelnen Euro Jahreseinkommen verändert.
Sobald ich Erkenntnisse habe, werde ich mich mit der Überschrift „Gleitkomma zum Zweiten“ wieder melden. Nun aber stehen andere Narreteien als die Mathematik an, da ich im närrischen Süden zuhause bin.
Narri! Narro!
Bernyzz

