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Bilder bearbeiten mit GIMP: Bilder für den Druck

In diesem Teil der GIMP Serie wird beschrieben, wie man Bilddaten mit GIMP so anlegt, dass sie für den Druck geeignet sind. Gearbeitet wird hierbei mit GIMP in der Version 2.6.10 in deutscher Sprache.

GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm und eine echte Alternative zu Adobe Photoshop. Es beinhaltet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Bildmanipulation und Retusche. Offizielle Homepage ist http://www.gimp.org/, dort steht auch die hier verwendete Version GIMP 2.6.10 in deutscher Sprache zur Verfügung.

Für Umsteiger ist der Einstieg in GIMP oft nicht ganz einfach. In dieser Serie werden die wesentlichsten Funktionen von GIMP vorgestellt und so die Umstellung auf das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm erleichtert.

Bilder für den Druck

Das Bilder für den Druck eine andere Auflösung brauchen, wie Bilder welche im Internet verwendet werden, wurde bereits in „Bildbearbeitungsprogramm GIMP: Größe in Pixel, Auflösung (DPI), Farbraum und Dateityp“ besprochen. Wichtigster Punkt ist hierbei die Auflösung von 300 dpi.

Für den Druck von zum Beispiel Fotos am Bilderdruckautomaten reicht es aus die Bilder mit einer Auflösung von 300 dpi als JPEG zu speichern. Beachten werden muss das Endformat bei dieser Auflösung. Dies kann im Menü unter Bild -> Bild skalieren überprüft werden.

01-Bildbearbeitungsprogramm-GIMP-Bildgroesse-Teaser-470.jpg

Reichen die Abmessungen bei 300 dpi noch für die gewünschte Druckgröße?

Etwas anders sieht es da bei den Bildern aus die in Broschüren, Flyern oder Visitenkarten in einer Druckerei gedruckt werden sollen. Hier wird noch die Anforderung gestellt, dass die Bildfarben in CMYK konvertiert werden sollen. Bilder die im JPEG Format vorliegen werden mit dem Farbraum RGB (Red-Green-Blue) gespeichert. Dieses ist ein Lichtfarbsystem, welches den Farben des Bildschirms entspricht. CMYK (Cyan-Magenta-Yellow-Key) ist ein Druckfarbensystem. In Schritt eins muss also der Farbmodus geändert werden.

02-Bildbearbeitungsprogramm-GIMP-RGB-Teaser-40.jpg

Leider unterstützt GIMP dies nur mittels eines Plugins, welches unter http://sourceforge.jp/projects/separate-plus/downloads/41810/separate+-0.5.4.zip/ heruntergeladen werden kann. Das ZIP-Archiv entpacken und die drei Dateien icc_colorspace.exe, separate.exe, separate_import.exe im Ordner bin -> win32_gimp2.4 in den GIMP Plugin-Ordner kopieren. Diesen findet man, bei der herkömmlichen Installation, unter C:\Program Files\GIMP-2.0\lib\gimp\2.0\plug-ins . Anschließend GIMP ganz normal starten.

04-Bildbearbeitungsprogramm-Menue_Separate-Teaser-470.jpg

Das gewünschte Bild öffnen, die Einstellungen für die Auflösung vornehmen und dann im Menü unter Bild -> Separate -> Separate auswählen. Es öffnet sich der Dialog „Separate“. Hier neben Destination Color Space auf den Dropdownpfeil drücken.

05-Bildbearbeitungsprogramm-GIMP-Coated-FOGRA-Teaser-470.jpg

Es öffnet sich ein weiterer Dialog „Choose output profile CMYK“, hier das Profil „Coated FOGRA27“ auswählen und mit Okay bestätigen. Im Dialog „Separate“ noch ein Häkchen bei „Make CMYK pseudo-composite“ setzen und ebenfalls mit Okay bestätigen. Es öffnet sich ein neues Bildfenster.

06-Bildbearbeitungsprogramm-GIMP-als-TIFF-speichern-Teaser-470.jpg

Wie bereits erwähnt kann JPEG kein CMYK Farbprofil. Im Druckbereich werden die Bilder daher als TIFF gespeichert. Hierzu im Menü Datei -> Speichern unter auswählen. Dateityp TIFF auswählen. Dateinamen eingeben, Speicherort wählen und mit Speichern bestätigen.

Weitere Informationen zu GIMP:

Von |2010-09-15T10:35:24+00:00September 15th, 2010|Kategorien: Bildbearbeitung|0 Kommentare

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